Inhalt
Faust ist ein getriebener Mann. Er stürzt sich in die Wissenschaften, Experimente, will das Sein begreifen, bekommt die Dinge mit seinem Verstand aber einfach nicht zu fassen! Da hilft nur ein Pakt mit dem Zyniker Mephisto: Hier auf Erden ist er Fausts Diener, er wird ihn mitreißenin den Sinnesrausch des Lebens, im Jenseits aber wird er Fausts Herrscher sein. So der Deal. Eine Tasse Drogen im Blut, lässt Faust sich von seinem teuflischen Kumpan in die Ekstase fortreißen, taumelt auf der Walpurgisnacht vor glühenden Felswänden zwischen Hexen und Getier – immer das Bild der schönsten Frau der Welt, Helena vor Augen. Die sieht Faust bald in jeder Frau: Von der blutjungen Margarethe will er nicht mehr lassen und reißt sie in seinen zerstörerischen Strudel – direkt in die Katastrophe: Mephisto führt Fausts Degen, der Gretchens Bruder ersticht. Gretchens Mutter stirbt an Fausts Schlafrunk, den Gretchen ihr reicht. Sie selbst, schwanger und geächtet, tötet verzweifelt ihr Kind – erwartet nun als Kindsmörderin völlig von Sinnen den Henker im Kerker. Fliehen will sie mit Faust dennoch nicht: dessen Freund Mephisto ist ihr zuwider. Und weiter geht die wilde Fahrt: auf Mephistos Zauberpferden stiebt Faust in die Luft davon – das totgeweihte Gretchen kann nur noch das Jenseits retten.
